“Wieso haben wir noch keine App dafür?” ist eine der Fragen, die bei alltäglichen betrieblichen Abläufen immer häufiger gestellt wird. Denn jeder Angestellte nutzt heute ein Smartphone und ist mit dem Umgang von Apps vertraut. Dadurch ist eine Hürde für den Einstieg in die Digitalisierung bereits genommen: Die Akzeptanz der Anwender. Intuitiv gestaltete Apps erschließen sich sowohl in der Bedienung als auch in ihrem Nutzen jedem, der sie einsetzen soll. Die App Truck Call von Linde ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine App zu reibungsloseren Abläufen und zufriedeneren Mitarbeitern führen kann.

Truck Call ist eine App für die Flottenlogistik von Flurförderzeugen in Hallen und auf Freigeländen. Wo früher Gabelstapler auf Zuruf, mit Handzeichen oder per Telefon herbeigerufen werden mussten, hat der Dispatcher heute die Logistik in der Hand: In die App können Fahraufträge eingegeben werden, Fotos vom zu transportierenden Gut und vom Standort können angehängt werden, und dann werden die Informationen per Pushnachricht an die relevante Fahrergruppe gesendet. Ist ein Fahrer mit einem passenden Fahrzeug frei, kann er den Auftrag annehmen, in der App bestätigen und sich auf den Weg machen. Andere Fahrer sehen, dass der Auftrag übernommen wurde und können sich anderen Aufträgen widmen. Eine für alle Anwender einfache und übersichtliche Lösung.

Von der Idee zur App

Um eine App so einfach zu gestalten und so effizient einsetzen zu können, bedarf es vor der Entwicklung der Beantwortung vieler Fragen, die geklärt werden müssen. Neben den grundsätzlichen Funktionalitäten der App geht es dabei zum Beispiel auch um die Rollenverteilung: In diesem Fall müssen sowohl Dispatcher, also die Flottenmanager, als auch Fahrer mit verschiedenen Fahrzeugen, die wiederum verschiedene Anforderungen erfüllen müssen, in unterschiedliche Anwendergruppen aufgeteilt werden können. Denn wenn zum Beispiel ein Teleskoplader benötigt wird, dann müssen nicht auch alle Fahrer von kleineren Gabelstaplern darüber informiert werden.

Um allen Anwendern gerecht zu werden, muss auch mit allen geredet werden: Aus jeder Gruppe werden deshalb spätere User zu den Funktionen befragt, die sie von einer App für ihren Bedarf erwarten. Damit kann zum Einen der UX-Designer arbeiten: Nach deren Anregungen und Funktionsanforderungen entwirft er die unterschiedlichen Benutzeroberflächen, die in den verschiedenen Anwendergruppen zum Einsatz kommen sollen.

Komplexe Vorgänge unter der Haube

Zum Anderen bildet die Benutzeroberfläche die Basis für alle Funktionen unter der Haube – und dabei gilt es einiges zu beachten, was für die Anwender zwar wichtig, aber nicht sichtbar ist. So müssen die Funktionen zum Beispiel DSGVO-konform sein und nötigenfalls mit dem Betriebsrat abgestimmt werden, damit es nicht zu Interessenskonflikten und Kollisionen mit Arbeitnehmerrechten kommt.

Sind alle Fragen geklärt, kann zunächst ein Prototyp oder ein MVP – ein Minimum Viable Product – entwickelt werden. Mit einer Gruppe von Betatestern aus den unterschiedlichen Anwendergruppen kann dann gemeinsam ermittelt werden, welche Funktionen weiterentwickelt werden müssen und welche vielleicht auch gar nicht nötig sind: Eine GPS-gesteuerte Standortermittlung ist für eine Flottenmanagement-App wie Truck Call zum Beispiel nicht zwingend nötig. Diese Erkenntnis erspart nicht nur Entwicklungsaufwand, sondern löst mitunter auch arbeitsrechtliche Fragen, wenn zum Beispiel die Aufenthaltsorte der Mitarbeiter nicht ständig getrackt werden sollen.

Zur Markteinführung steht dann eine App, die alle Bedürfnisse der verschiedenen Anwender abdeckt und die Effizienz der betrieblichen Abläufe deutlich erhöht.

Zufriedene Truck Call Anwender

Wie einfach die Anwendung im Falle von Truck Call ist, und wie gut die App von den Anwendern angenommen wird, zeigen die beiden folgenden Videos. Bei der Konrad Reitz Ventilatoren GmbH & Co. KG hat die Truck Call App von Linde für wesentlich mehr Ruhe und Konzentration in den betrieblichen Abläufen geführt. Die Dispatcher und auch die Fahrer sind entspannter, sowohl bei der Auftragsvergabe, als auch bei der Annahme und Durchführung der Aufträge. Andere Fahrer können sehen, dass ein Auftrag bereits vergeben ist. Es werden keine Fahraufträge mehr doppelt oder dreifach gebucht.

Selbsterklärende und intuitiv bedienbare App

Bei der Schöler Fördertechnik AG sollte eigentlich eine Schulung durchgeführt werden. Aber als der Kollege für die Einweisung kam und damit starten wollte, lief die intuitiv gestaltete App bereits auf allen Smartphones, und alles erklärte sich wie von selbst.

App-Entwicklung vom Konzept bis zum Einsatz

Wenn auch Sie sich in Ihrem Unternehmen fragen “Warum haben wir noch keine App dafür?”, dann besuchen Sie uns auf der SPS smart production solutions in Nürnberg. Oder setzen Sie sich einfach mit unserem Team in Verbindung. Wir finden gemeinsam mit Ihnen Antworten und Lösungen und begleiten Sie von der App-Idee bis zum Einsatz Ihrer neuen App.